Blubberblasen gegen Plastiktüten

Hallo, liebe Delfin-Freunde, hier ist wieder euer FINN!

FINN schaut sich den Luftblasen-Müllsammler an.
(Quelle: The Great Bubble Barrier)

Luftblasen im Wasser – was können diese bewirken? Buckelwale zum Beispiel blubbern drauf los, um Heringe zusammenzutreiben. Diese fühlen sich nämlich dann wie in einem Netz gefangen. Die Wale brauchen nur noch das Maul zu öffnen und die Beute schlucken.

Luftblasen für saubere Umwelt

In Amsterdem, der Hauptstadt der Niederlande, setzt man Luftblasen für eine sauberere Umwelt ein. Mit ihrer Hilfe werden Plastikflaschen, Strohhalme, Tüten und anderer Müll, der im Wasser schwimmt, nach oben getrieben und bis in eine Auffangvorrichtung gestrudelt. Der gesammelte Unrat kann dann leicht in eine Wiederverwertungsanlage gebracht werden. Auf diese Weise wird verhindert, dass Plastik über die Flüsse ins Meer gelangt.

Plastikrohr mit Löchern

Die Idee für den Müllsammler stammt von Philip Ehrhorn. Er und sein Team entwickelten ein Plastikrohr mit Löchern. Dieses wird auf den Boden eines Kanals oder Flusses verlegt, sodass es die Schifffahrt nicht stört.

So funktioniert die Luftblasen-Sperre.
(Quelle: The Great Bubble Barrier)

In das Rohr wird Luft gepumpt. Es entstehen Blasen. Diese bilden eine Wand – wie die Blubberbasen der Wale -, die das Plastik nicht durchlässt. Durch die Strömung wird der Müll nach oben getrieben und an den Rand des Kanals oder Flusses gespült. Dort kann er in Becken aufgesammelt werden.

Die Blasen erwischen nicht nur große Plastikteile, sondern auch Stückchen, die 1 mm groß sind.

Die Luftblasen-Barriere wird übrigens von Fischen ignoriert, sie stellt also keine Gefahr für die Tiere dar.

115 Kilogramm Plastik an jedem Tag

In den Kanälen von Amsterdam landen täglich 115 kg Plastik. Mithilfe der „Bubble Barrier“ (= Luftblasen-Sperre) kann dieses nun ohne viel Aufwand aus dem Wasser gefischt werden.

Eine super tolle Erfindung, finde ich!

Im Inhaltsverzeichnis findet ihr noch weitere Erfindungen, die der Umwelt dienen. Schaut einfach mal nach. Außerdem habe ich euch im Beitrag FINN und die Plastiktüte erklärt, warum die Tüten für Tiere gefährlich sein können.

Und noch etwas Erfreuliches zum Schluss: In deutschen Supermärkten dürfen ab dem Jahr 2022 keine Einkaufstüten aus Plastik mehr angeboten werden.

Und bereits ab 3. Juli 2021 ist es in der Europäischen Union eine Ordnungswidrigkeit, bestimmte Artikel aus Einwegplastik zu verkaufen – nämlich Besteck und Teller, Trinkhalme, Wattestäbchen, Luftballon-Halter, Rührstäbchen für den Kaffee sowie Styroporbecher und -behälter für Essen zum Mitnehmen.

Bis zum nächsten Blubber-Beitrag!
Euer FINN