Wiedersehen mit WiLLi

Hallo, liebe Delfin-Freunde, hier ist wieder euer FINN!

FINN besucht WiLLi.
(Foto: Rüdiger Hengl)

Könnt ihr euch noch an das Kunstwerk von Marianna Haas erinnern?

Marianna hatte Ende September einen Buckelwal aus Drahtgitter ausgestellt. Man konnte ihn an der Wertach (Fluss bei Augsburg) besuchen.

WiLLi lebt nun an einem Teich

Inzwischen hat der Buckelwal einen Namen bekommen. Kinder vom Tierparadies Gut Morhard (das befindet sich in Königsbrunn/Bayern) haben ihn WiLLi getauft.

Zusammen mit Susanne und Rüdiger (bei denen ich ja schon lange lebe) habe ich mich mit der Künstlerin am Teich des Gutes getroffen und dabei WiLLis neues Zuhause erkundet.

Hier begegnen sich Menschen und Tiere

Toll ist es dort. Es gibt große Pferdekoppeln und geräumige Ställe für Schafe, Ziegen und Ponys.

Viele Tiere, die in Not geraten sind, haben im Tierparadies einen Zufluchtsort gefunden.

Eine blühende Wiese bietet für Vögel und Insekten Nahrung.

Außer der Teichanlage gibt es Insektenhotels, Igelhäuschen und Bienenstöcke.

Auch Fledermäuse werden hier hochgepäppelt und wieder ausgewildert.

Das ganze Jahr über gibt es Kinderprogramme, bei denen die Jüngsten basteln, spielen und viel über die Natur erfahren können.

Wal informiert über seine Artgenossen im Meer

Der Wal passt sehr gut ins Tierparadies.

Denn auch seine Artgenossen aus Fleisch und Blut geraten immer wieder in Not. Das kann man auf der Tafel erfahren, die Marianna am Teich angebracht hat.

Die Besucher können sich nun über die Lage der Wale und Delfine in den Ozeanen informieren und sich gleichzeitig an Mariannas tollem Kunstwerk erfreuen.

Zusammenstöße mit Schiffen

Vor Kurzem habe ich gelesen, dass Buckelwale und andere Wale mithilfe von Bojen besser geschützt werden sollen. Denn die Giganten der Meere landen nicht nur in sogenannten Geisternetzen, sondern haben auch immer wieder Unfälle mit großen Schiffen.

Diese Unfälle sind mit Wildunfällen auf der Landstraße zu vergleichen. Genauso wie dort überleben viele Tiere den Zusammenstoß mit den Fahrzeugen nicht.

Schiffe weichen Walen aus oder fahren langsamer

In der Bucht von San Francisco (das ist im Westen von Amerika) gibt es viele Buckelwale.

Der „Bojen-Schutz“ funktioniert folgendermaßen: Die Schwimmkörper sind mit Mikrofonen bestückt. Diese nehmen die Walgeräusche auf und registrieren, wo sich der Wal gerade befindet. Die Daten werden an Schiffe weitergeleitet, die sich in der Nähe befinden. Sie können dann einen Umweg fahren und den Walen ausweichen. Oder aber sie verringern ihre Geschwindigkeit. So bleibt den Walen genügend Zeit, den Frachtern auszuweichen.

Die Bojen können aber noch viel mehr, als nur die Wal-Geräusche aufzunehmen und weiterzuleiten. Sie messen die Temperatur des Wassers und wie viel Sauerstoff sich darin befindet. Diese Werte sind wichtig für Forschende. Sie können damit den Lebensraum der Wale besser studieren.

Eine gute Idee oder?

Buckelwale bilden Vorhang aus Luftblasen

In einem anderen Artikel habe ich beschrieben, wie Buckelwale fressen. Sie bilden dazu einen Vorhang aus Luftblasen.

Buckelwale haben keine Zähne, sondern sogenannte Barten, die wie ein Vorhang aus dem Oberkiefer hängen. Damit filtern sie den Krill (das sind kleine Krebse) aus dem Wasser.

Was es noch alles über Wale und Delfine zu berichten gibt, erfährst du im Inhaltsverzeichnis.

Bis zum nächsten Mal
euer FINN

Noch etwas zum Tierparadies Gut Morhard: Falls ihr den Gnadenhof einmal besuchen oder dort euren Geburtstag feiern wollt, hier ist die Adresse:
Tierparadies Gut Morhard
Landsberger Straße 144
86343 Königsbrunn
Tel.: 08231 3406666