Pottwale und Mantas im Ligurischen Meer

Hallo, liebe Delfin-Freunde, hier ist wieder euer FINN!

FINN sieht eine Gruppe Pottwale. (Foto: Susanne Gugeler)
FINN sieht eine Gruppe Pottwale.
(Foto: Susanne Gugeler)

Wie ich in meinem letzten Beitrag (Vergleich Fisch und Delfin) angekündigt hatte, möchte ich euch unbedingt von meinen Erlebnissen im Ligurischen Meer (das ist in Norditalien) erzählen.

Im August 2015 war ich erneut in einem Meeresschutzgebiet unterwegs, das man auch Heiligtum der Wale nennt. Dort habe ich – nun haltet euch fest – Mantas, Thunfische, Streifendelfine, Cuvier-Schnabelwale und Pottwale gesehen.

Nun aber alles mal der Reihe nach

*** Mantas (auch Manta-Rochen genannt, du siehst einen auf dem Foto oben rechts) können fünf bis neun Meter lang werden (einschließlich Schwanz). Ihre vampirartigen „Flügel“ lassen sie gefährlich aussehen, doch sie sind eigentlich recht sanfte Tiere. Sie haben einen breiten Kopf, an dem sich zwei Flossen befinden. Mit diesen schaufeln sich die Mantas Plankton (kleine Lebewesen) ins Maul. Genauso wie andere Fische atmen Mantas durch Kiemen.

*** Thunfische springen aus dem Wasser wie Delfine (leider habe ich kein Foto machen können, weil sie so schnell sind …). Deshalb werden sie auch oft mit diesen verwechselt – zumindest aus der Ferne. Aber die Unterschiede zwischen Delfinen und Fischen habe ich euch ja bereits erklärt. In manchen Meeren schwimmen Delfine und Thunfische zusammen. Leider werden die Delfine deshalb auch mitgefangen und sterben oft in den Thunfischnetzen. Ihr solltet euch also überlegen, ob ihr in Zukunft für eure Pizza statt Thunfisch besser eine andere Auflage wählen solltet.

*** Streifendelfine kann man sehr häufig im Ligurischen Meer beobachten. Von ihnen habe ich euch ja schon erzählt, als ich im letzten Jahr eine Tour ins Heiligtum der Wale mitgemacht hatte.

*** Cuvier-Schnabelwale sind die Tiefseetaucher unter den Walen. Sie schaffen es fast bis in eine Tiefe von 3.000 Metern. Die Stelle, wo wir sie im Ligurischen Meer angetroffen haben ist allerdings „nur“ etwa 800 Meter tief.

*** Pottwale sind riesige Wale. Die Männchen können 20 Meter und die Weibchen 12 Meter lang werden. Wir haben sogar eine Gruppe mit sechs oder sieben (über die Anzahl gehen die Meinungen auseinander: Ich habe sieben Tiere gezählt, die Schiffscrew hat sechs Tiere gezählt) Walen auf einmal gesehen. Sie schwammen ganz nah an unserem Boot. Ich konnte sie sogar atmen hören. Das war vielleicht spannend!!!!! (Mehr über Pottwale erfahrt ihr in meinem Beitrag FINN und der weise Mann.)

Seekarte

Bei einer weiteren Ausfahrt sahen wir wieder Pottwale. Dieses Mal durfte ich mir sogar beim Kapitän die Seekarte anschauen. Auf dieser wird eingetragen, wo genau ein Pottwal oder Delfin gesehen wurde. In unserem Fall tauchte der Pottwal 14 Kilometer von der Küste entfernt auf. Das Meer ist an dieser Stelle 800 Meter tief.

 

FINN beim Kapitän (Foto: Susanne Gugeler)
FINN beim Kapitän
(Foto: Susanne Gugeler)

Na, hat euch mein Ausflug ins Reich der Wale, Delfine und Fische gefallen? Falls ihr noch mehr über Delfine und andere Tiere erfahren wollt, dann schaut einfach mal im Inhaltsverzeichnis nach. Dort findet ihr jede Menge Beiträge von mir.

Schade, dass die Ferienzeit vorbei ist. Aber auch die Schulzeit kann spannend sein. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, denn auch Delfine lernen in Schulen. Ich wünsche euch also einen tollen Unterrichtsanfang!
Bis bald!
Euer FINN