Mit FINN bei den Schweinswalen

Hallo, liebe Delfin-Freunde, hier ist wieder euer FINN!

Mit ANTJE in der Rettungsstation
(Foto: Susanne Gugeler)

Krankenhaus für gestrandete Meeressäuger

Ich hatte euch vor längerer Zeit schon einmal über die SOS-Dolfijn-Station in den Niederlanden berichtet. („Dolfijn“ heißt auf Deutsch „Delfin“.) Damals befand sich das Krankenhaus für gestrandete Schweinswale und Delfine noch in Harderwijk.

2022 zog SOS Dolfijn nach Anna Paulowna in den „Dierenpark Hoenderdaell“ (übersetzt heißt das: „Tierpark Hühnertal“) um. Der Ort liegt im Nordwesten der Niederlande.

Am 18. Juni 2026 haben Susanne, Rüdiger, ANTJE und ich die neue Auffangstation besucht.

(ANTJE ist ein Schweinswal-Weibchen aus Plüsch. Ich hatte sie 2015 in Harderwijk kennengelernt. Wir hatten uns so gut verstanden, dass sie mit zu mir nach Hause gekommen ist.)

Nico erklärt uns alles

Am Eingang empfing uns ein sehr netter Mitarbeiter der Station. Nico spricht prima deutsch und so konnten wir uns gut über die Aufgaben von SOS Dolfijn unterhalten.

Susanne und Nico
(Foto: Rüdiger Hengl)

Nico transportiert die gestrandeten Tiere mit einem speziell für diesen Anlass ausgerüsteten Auto ins SOS Dolfijn. Seine Einsatzgebiete sind neben den Niederlanden auch Deutschland und Belgien.

Anfangs müssen die geretteten Schweinswale 24 Stunden am Tag überwacht und oft beim Schwimmen unterstützt werden. Das übernehmen rund 80 ehrenamtliche Helfer, die sich bei dieser Tätigkeit abwechseln. Darüber hinaus arbeitet SOS Dolfijn mit einem kleinen, festangestellten Team zusammen.

Tote Tiere bringt Nico an die Universität in Utrecht. Dort wird untersucht, warum die Meeressäuger gestorben sind. Leider können nicht alle Schweinswale oder Delfine gerettet werden. Manche sind so schwach oder krank, dass sie die Rettungsaktion nicht überleben oder sogar eingeschläfert werden müssen.

Jantje, Roelof und Coco

Zurzeit befinden sich im SOS Dolfijn die beiden Männchen Jantje und Roelof sowie das Weibchen Coco. Alle drei sind im März an der Küste der Niederlande gestrandet. Nachdem die Tiere medizinisch behandelt wurden, haben sie sich mittlerweile wieder gut erholt.

Die Tiere können nur bei gutem Wetter ins Meer gebracht werden

Jantje und Roelof sollten eigentlich schon bald wieder ins Meer entlassen werden. Doch leider machte das Wetter dem Vorhaben bisher einen Strich durch die Rechnung. Aufgrund eines starken Südwestwinds in Kombination mit einer Gegenströmung waren die Bedingungen nicht sicher genug für eine Freilassung. Unter diesen Umständen konnte das Boot nicht weit genug aus dem Hafen hinausfahren, wodurch das Risiko einer erneuten Strandung stieg.

Coco fühlt sich alleine nicht wohl

Während Jantje und Roelof auf ihre Rückkehr ins Meer vorbereitet wurden, blieb Coco vorübergehend in einem zweiten Becken (wo sie weniger Stress ausgesetzt war).

Leider verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand in dieser Zeit. Daher beschlossen die Mitarbeiter von SOS Dolfijn, alle drei Tiere wieder in einem Becken zu halten und mit der Auswilderung von Jantje und Roelof zu warten.

Es gibt einiges für Kinder zu erleben

In der SOS-Station gibt es einiges für Kinder zu erleben. Es gibt Bastel- und Malaktionen. Sie können sich selbst als Kapitän ausprobieren oder über mehrere Lernspiele viel über die Bewohner der Nordsee erfahren. Im Freien befindet sich ein Planschbereich mit ganz viel Wasser.

Auch Löwen und Tigern wird geholfen

Es gibt übrigens noch eine weitere Rettungsstation im Tierpark Hoenderdaell. Dort werden Raubkatzen (wie zum Beispiel Löwen, Tiger, Leoparden) und Bären aufgenommen. Die Tiere waren zuvor bei Menschen untergebracht, die sich nicht mehr um die Tiere kümmern können oder dürfen.

Nun drücken Susanne, Rüdiger, ANTJE und ich den drei Schweinswalen ganz fest die Daumen, dass sie bald wieder zurück in ihre Heimat gebracht werden können.

Falls ihr die drei und den Tierpark einmal besuchen wollt: Der Park öffnet um 9:30 Uhr und schließt um 17:30 Uhr. Es gibt dort auch verschieden Fütterungsvorführungen.

Nachtrag vom 10. Juli 2026: Roelof, Jantje und Coco sind gestern wieder zurück ins Meer gebracht worden.

So, nun brauche ich bei diesen hohen Temperaturen erst einmal etwas Abkühlung. Ihr auch?
Bis zum nächsten Mal!
Euer FINN
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