Bram hilft Veerle aus der Not

Liebe Delfin-Freunde, hier ist wieder euer FINN!

Zeg kleine dolfijn …
(Foto: Susanne Gugeler)

Vor Kurzem habe ich euch über das SOS Dolfijn erzählt. In dieser Einrichtung in den Niederlanden werden gestrandete Schweinswale (und manchmal auch Delfine) gesund gepflegt und später wieder in die Nordsee zurückgebracht.

„Sag mal, kleiner Delfin … wie tief tauchst du?“

Um die großartige Arbeit der SOS-Dolfijn-Mitarbeiter zu unterstützen, habe ich etwas Geld gespendet und ein Bilderbuch gekauft, dessen Erlös der Aufnahmestation zugute kommt.

Der Titel des Buchs lautet „Zeg kleine dolfijn … wat duik jij diep“. Übersetzt heißt das: „Sag mal, kleiner Delfin … wie tief tauchst du?“

Die Illustratoren sind von Vera de Backker, der Text stammt von Sabine Wisman und die Idee zum Buch hatte Rob Buiter.

FINN und die Schweinswale
(Foto: Susanne Gugeler)

Kein Delfin, sondern ein Schweinswal

Bevor ich euch informiere, um was es in diesem Buch geht, möchte ich etwas zum Titel sagen.

Es ist vom „dolfijn“ also „Delfin“ die Rede. Allerdings handelt die Geschichte von einem Schweinswal. Dieser heißt auf Niederländisch „Bruinviss“, also „Braunfisch“. Alles, was im Meer lebte, nannte man früher Fisch. Und alles, was eine eintönige Farbe hatte (braun, grau oder schwarz), nannte man braun.

Da die Bezeichnung irreführend ist, schließlich ist ein Schweinswal kein Fisch und er ist auch nicht braun, wurde aus ihm im Titel ein „Delfin“ gemacht. Immerhin sehen sich die beiden Meeressäuger sehr ähnlich.

Veerle geht auf Fischjagd

Nun aber zum Inhalt des Buches. Veerle – ein junges Schweinswal-Weibchen – ist nun alt genug, um alleine auf Futtersuche zu gehen. Sie freut sich darauf, endlich selbst Fische fangen zu dürfen.

Als sie sich auf den Weg macht, denkt sie nicht an ihren Freund Bram, der traurig zurück bleibt. Er ruft ihr noch hinterher, dass Hering am besten schmecken würde.

Bram und Veerle sind Freunde.
(Foto: Susanne Gugeler)

Das Fischernetz

Bram macht sich Sorgen um seine Freundin. Deshalb schwimmt er ihr heimlich hinterher. Das ist auch gut so, denn Veerle gelangt in ein Fischernetz, aus dem sie sich nicht mehr selbst befreien kann. Sie schüttelt und dreht sich, doch sie kommt nicht los.

Rettung naht

Laut ruft sie um Hilfe. Und es dauert nicht lange, da taucht Bram auf. Veerle kann nicht nach oben schwimmen, um Luft zu holen. Daher muss sich Bram beeilen. Er zerrt an dem Netz, doch es gibt nicht nach. Mit seiner Schwanzflosse schlägt er mit aller Kraft einmal gegen das Netz. Und ein zweites Mal. Und noch einmal, und dann … Das Netz gleitet von Veerles Flosse. Blitzschnell schwimmt sie an die Oberfläche.

Größenvergleich
(Foto: Susanne Gugeler)

Puh. Das war knapp. Veerle ist sichtlich mitgenommen. „Ich wäre fast erstickt“, sagt sie. Bram hat ihr das Leben gerettet.

Sie haben beide großen Hunger und gehen jetzt zusammen auf Heringsjagd.

Wie ein Autoreifen mit deiner Flosse dran

Man braucht schon sehr viel Glück, um einen Schweinswal zu sehen. Er ist ein Säugetier und muss daher, wie alle Säugetiere, atmen. In diesen Momenten kann man ihn beobachten. Dann taucht er ein Stück aus dem Wasser auf. Er sieht aus wie ein Autoreifen, nur mit einer kleinen Flosse daran.

Mit dem Kauf des Buches unterstützt man SOS Dolfijn
(Foto: Susanne Gugeler)

Der kleine Schweinswal und das Meer

Es gibt noch ein schönes Bilderbuch über Schweinswale, das ich euch vor einiger Zeit vorgestellt habe: Der kleine Schweinswal und das Meer.

Vielleicht habt ihr ja auch mal das Glück, einen Schweinswal zu sehen – oder einen Delfin.

Ich drück euch die Flossen!
Bis zum nächsten Mal
euer FINN
Im Inhaltsverzeichnis findet ihr weitere Buchtipps und viele Informationen über Wale und Delfine.